
Laser-Betriebsmodus
Laser können einen kontinuierlichen Lichtstrahl aussenden, um einen gleichmäßigen Strom durchschnittlicher Leistung zu erzeugen – dieser Modus wird als Continuous Wave (CW) bezeichnet und ist der gängigste Betriebsmodus von Lasern. Laser können auch im gepulsten Modus betrieben werden. Gepulste Laser zeichnen sich durch die Anzahl der Impulse pro Sekunde (Wiederholungsrate), die Gesamtenergie des Laserimpulses (Impulsenergie), die höchste vom Impuls erreichte Leistung (Spitzenleistung) und die Länge jedes Impulses (Impulsdauer) aus.
Wie bei CW-Lasern wird die Leistung gepulster Laser im Zeitverlauf als Durchschnittsleistung angegeben. Gepulste Laser wirken sich jedoch anders auf das Zielmaterial aus, selbst wenn ihre Durchschnittsleistung der eines CW-Lasers entspricht. Gepulste Laser werden häufig zur Bearbeitung von Teilen eingesetzt, um die thermische Belastung des umgebenden Materials zu minimieren oder wenn eine höhere Spitzenleistung erforderlich ist. Langpuls-Quasi-Dauerstrichlaser (QCW-Laser) nutzen Impulse im Millisekundenbereich mit hohen Spitzenleistungen, um die Bearbeitung mit CW-Lasern mit geringerer Wärmeeinwirkung und geringerer Laserleistung zu emulieren. Nanosekunden- und Ultrakurzpulslaser (Pikosekunden-/Femtosekundenlaser) nutzen extrem kurze Impulse für Mikroprozessanwendungen, bei denen eine übermäßige Wärmeeinwirkung nicht akzeptabel ist oder extrem hohe Spitzenleistungen erforderlich sind.
Im Allgemeinen bieten CW-Laser die höchsten Durchschnittsleistungen und damit die schnellsten Bearbeitungsgeschwindigkeiten. Bei der Entscheidung zwischen einem CW-Laser und einem gepulsten Laser sind viele Faktoren zu berücksichtigen, wobei oft das Gleichgewicht zwischen Durchsatz und Teilequalität am wichtigsten ist. Viele Anwendungen, wie z. B. das Schneiden von Blechen, profitieren von leistungsstarken CW-Lasern, da diese die Schnittgeschwindigkeit erheblich erhöhen und keine makellose Kantenqualität erfordern. Beim Schneiden von Stapeln ultradünner Folien werden jedoch in der Regel Nanosekunden- und ultraschnelle gepulste Laser eingesetzt, um eine hervorragende Kantenqualität zu gewährleisten und negative Wärmeeffekte zu reduzieren oder zu eliminieren.

Links: ein Multimode-Strahlprofil mit größerer Spotgröße. Rechts: ein Singlemode-Strahlprofil mit kleinerer Spotgröße.
Laser-Spotgröße und Strahlqualität
Wenn ein Laserstrahl auf sein Zielmaterial trifft, bildet er einen Bereich aus Laserlicht, der als Spot bezeichnet wird. Die Spotgröße, die in der Regel in µm gemessen wird, ist ein entscheidender Faktor für die Wechselwirkung des Lasers mit seinem Ziel. Die Spotgröße kann auf verschiedene Weise gesteuert werden, beispielsweise durch die Verwendung unterschiedlicher Übertragungsfasern und Fokussierlinsen, durch Veränderung des Abstands zwischen Strahlübertragung und Ziel sowie durch die Verwendung längerer oder kürzerer Wellenlängen.
Durch die Verringerung der Spotgröße wird die Leistung des Lasers effizienter genutzt, da die Energie des Strahls auf einen kleineren Bereich konzentriert wird. Eine höhere Energiedichte ist nützlich, um die Bearbeitungsgeschwindigkeit zu erhöhen, da die Zeit, die ein Laserstrahl benötigt, um das Material zu durchdringen, verkürzt wird. Kleine Spotgrößen sind auch für eine Vielzahl von Mikroprozessanwendungen und für Teile, die feine Merkmale erfordern, unerlässlich. Für viele Anwendungen wie das Struktur-Schweißen ist jedoch eine Vergrößerung der Spotgröße optimal, um einen größeren Bereich zu bearbeiten und den erforderlichen Strahlweg zu verkürzen.
Strahlqualität, typischerweise gemessen in M2 für Single-Mode-Laser (typische Spotgröße: 20 bis 50 µm) und Beam Parameter Product (BPP) für Multi-Mode-Laser (typische Spotgröße: 100+ µm) ist ein wichtiger und komplexer Laserparameter, der in der Praxis angibt, wie stark ein Laserstrahl fokussiert werden kann. Niedrigerer M2 und BPP-Werte entsprechen einer höheren Strahlqualität. Eine Strahlqualität von M2 = 1 bedeutet, dass der Strahl keine Divergenz aufweist und als perfekt gilt. Obwohl dies mit tatsächlichen Geräten nicht ganz erreichbar ist, können industrielle Faserlaser zuverlässig Strahlqualitäten von M2 =< 1.1. For applications that require strongly focused beams like cutting, drilling, and welding, higher beam qualities improve processing speeds and qualities. Some applications, like wide area laser heat treatment and cleaning, do not require particularly high beam qualities, instead benefitting from less focused laser energy.